Laufwege in der Küche

Laufwege in der Küche sollten je nach Arbeitsgang unterschiedlich geplant werden und wenig überlappungen haben, damit sich mehrere Personen in der Küche bei unterschiedlichen Aufgaben nicht gegenseitig behindern.

Um eine Küche praktisch zu gestalten, sollten während der Küchenplanung die Laufwege zwischen den Arbeitszonen sorgfältig geplant werden. Denn sie ist noch immer vorrangig eins – ein Arbeitsplatz.

Eine Küche kann in drei Arbeitsbereiche eingeteilt werden, das Kochen (Herd), das Waschen (Spüle) und die Bevorratung (Kühlschrank). Die Zonen sollten nicht zu weit auseinander liegen, damit die Laufwege in einer Küche nicht zu lang werden. Die Arbeitsabläufe sind so zu planen, dass alles Notwendige bei der Zubereitung Hand in Hand geht. Planen Sie Backofen, Kühlschrank und Geschirrspüler in bequemer Sicht- und Greifhöhe ein. Ideal ist die Anordnung in der Reihenfolge der Arbeitsschritte. Zwischen den Küchenzonen Kochen, Spülen und Kühlen entsteht bei optimaler Planung ein magisches Dreieck.

Arbeitsabläufe sollten sich nicht behindern

Eine Küche sollte auf mehr als einen Koch eingestellt sein. Wenn jemand kocht sollte er, durch andere Helfer, nicht in seiner Arbeit behindert werden. Eine Überschneidung der Laufwege sollte möglichst vermieden werden. Trotzdem müssen beide, die Stationen erreichen die Sie benötigen. In einer harmonischen Küche schaffen es mehrere Personen gleichzeitig ungestört zu arbeiten. Achten Sie deshalb schon bei der Planungsphase darauf, wieviele Menschen gleichzeitig in der Küche sein werden. Um ein abgepasstes Raumkonzept zu entwerfen, sollte man die Küchenform idealerweise auf die Arbeitsabläufe abstimmen, um ein optimiertes Arbeitsdreieck zu erhalten. Denn je nach Form unterscheiden sich das magische Dreieck, sowie die Bewegungsfreiheit von einem, zwei oder mehreren Köchen.

Laufwege und Arbeitsflächen müssen breit genug sein

Laufwege dürfen nicht durch hervorspringende Ecken oder Kanten beeinträchtigt werden. Der Mensch bewegt sich in bogenförmigen Wegen. Man sollte hierauf Rücksicht nehmen und bequeme Laufwege einplanen. In manchen Küchen können die Hauptarbeitsplätze an der Spüle, mit etwa 60-70 Prozent der Arbeitszeit, und am Herd, mit etwa 10-20 Prozent, gestört werden. Man sollte bedenken, dass man genügend Freiraum lässt, damit um geöffnete Türen oder herausziehbare Schubladen drum herum gelaufen werden kann. Eine Mindestbreite von 90 cm sollte für den Gang bleiben. Gerade bei Sitzecken muss ein Radius von mindestens 90-120 cm um den Tisch einrechnet werden. Dadurch wird garantiert, dass eine Person hinter dem Tisch entlang gehen kann, auch wenn gleichzeitig eine andere Person am Tisch sitzt.

Mindestabstände zwischen Arbeitszonen einhalten

Neben den optimalen Laufwegen, ist bei der Planung das Einhalten von Mindestabständen zwischen den unterschiedlichen Arbeitszonen zu beachten.
So sollte sich zwischen dem Kochfeld und der Spüle eine Arbeitsfläche von mindestens 80 cm befinden. In diesem Bereich können die Vorbereitungen für das eigentliche Kochen verrichtet werden und bei Bedarf Gegenstände gespült werden. Im Idealfall, sofern der Platz es zulässt, beträgt die optimale Arbeitsfläche 120 cm zwischen Herd und Spüle, um auch Küchengeräte auf der Arbeitsplatte abstellen zu können.
Zwischen Kühlschrank und Kochfeld sollten mindestens 50 cm Abstand liegen, um entnommene Lebensmittel abstellen zu können, aber auch um beim Kochen genügend Bewegungsfreiheit zu haben.

So bleiben das Kochen und Backen in der Küche, was es sein soll: Eine Lust, keine Last.

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