Die beste Wahl für meine Spüle

Auf der Suche nach einer Spüle für die neue Küche begegnen einem vorrangig drei unterschiedliche Spülenmaterialien. Spülen aus Edelstahl, Keramikspülen und Granitspülen bzw. Küchenspülen aus Verbundwerkstoff, die aus einem hohen Anteil Granit und einigen weiteren Bestandteilen angefertigt werden. Darunter fallen auch die Silgranitspülen. Ganz logisch ergibt sich daraus auch die Frage: Welches ist das richtige und beste Spülenmaterial?

Es wäre simpel und einfach, könnte man darauf EINE Antwort geben. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass alle drei Spülenmaterialien sich bewähren und sie alle auf unterschiedliche Weise ihre Stärken ausspielen können. Bedenkt  man, wie unterschiedlich Küchen gestaltet werden, ist es natürlich zum einen eine Stilfrage. Silgranit und Keramik fügen sich oft harmonischer in eine Landhausküche ein als Edelstahlspülen. Doch die Frage nach der richtigen Spüle für die Küchenplanung ist deshalb nicht allein auf eine Geschmacksfrage zurückzuführen.

Wer wirklich die beste Spüle für sein Zuhause kaufen möchte, der darf sich gern ein paar mehr Fragen stellen. Dabei geht es vor allen Dingen darum, wie ein Spülbecken verwendet wird, wie kalkhaltig das Wasser ist, mit dem die Spüle in Berührung kommt und wie pflegeleicht die Spüle für Sie sein muss.

Doch eins nach dem anderen.

Eine Spüle, die zu mir passt

Ein Kaffeetrinker oder ein Teetrinker. Wir alle haben gewisse Essgewohnheiten, auf die unsere Küche abgestimmt wird. Manche Gewohnheiten fordern zusätzliche Elektrogeräte in der Küche, andere benötigen eine spezielle Ausstattung.

Für die Wahl der Spüle haben manche dieser persönlichen Eigenheiten Ihrer Küche ebenfalls eine Auswirkung. Teetrinken gehört dazu, ebenso wie das regelmäßige Abwaschen per Hand, um nur zwei von vielen Möglichkeiten zu nennen. Beides bedingt die Ansprüche, die an die Spülenoberfläche gestellt werden.

Struktur und Haptik einer Spüle

Hand streicht über die Kante einer Silgranit Spüle die sich samtig steinig anfühlt.Die glatte und geschlossene Oberfläche einer Keramikspüle unterscheidet sich grundlegend von der Oberfläche einer polierten Edelstahlspüle oder der feinporigen Oberfläche von Silgranit.  Die Unterschiede sieht man nicht nur mit dem bloßen Auge, man fühlt sie, wenn man darüberstreicht und die andersartige Struktur hat auch Auswirkungen auf das Wärme-, und Kälte-Empfinden des Material. Spülen aus Keramik fühlen sich viel kühler an, als die Oberfläche einer Silgranitspüle.

Was haftet an, was fließt davon

Je glatter die Spüle desto einfacher fließt das Wasser ab. Das ist besonders dann wichtig, wenn im Haushalt kalkhaltiges Wasser aus den Leitungen fließt. Denn je schneller und mehr Wasser im Abfluss verrinnt, umso weniger kann kondensieren und feine Schichten aus Kalk zurücklassen.

Besonders bei farbigen Spülen kann diese Kalkschicht zum Ärgernis werden. Ist die Spüle in einem hellen Farbton, fallen die Rückstände aus dem Wasser lange nicht auf, bleiben unbemerkt und können sich durch Teebeutel oder Lebensmittel einfärben. Dann heißt es: Oh Schreck, meine Spüle hat sich verfärbt. Obgleich es lediglich die Kalkschicht ist, die die Farbe aufgesogen hat.

In Keramikspülen dauert das Aufbauen einer solchen Kalkschicht lang, denn das glatte Material bietet kaum halt und so fließt das Wasser schnell ab und es hinterbleibt nichts. Putzen Sie die Keramikspüle deshalb regelmäßig mit schonendem Essigreiniger und sie bleibt makellos wie am ersten Tag. Eine elegant dunkle Silgranitspüle bei kalkhaltigem Wasser hingegen benötigt durch die samtige Oberflächenstruktur tägliche Pflege und sollte mit einem Microfasertuch trocken gerieben werden.

Glasbruch beim Abwasch lässt sich vermeiden

Die perfekt glatte Keramikspüle kommt jedoch mit einem Nachteil gegenüber Edelstahl und Silgranit. Sie ist hart. So hart, dass beim Arbeiten in der Spüle  gerade im Umgang mit zerbrechlichem Geschirr besondere Vorsicht geboten ist. Verzeiht die Edelstahlspüle das leichte Anstoßen eines filigranen Weinglases, so kann es bei einer anderen Spüle schneller zu Bruch gehen.

Zeit, die man beim Putzen verbringt

Wie oft und wie lange es braucht, um eine Spüle so zu erhalten wie am Tag ihres Einzugs in unsere Küche hängt wie bereits erwähnt von der Wasserhärte ab, aber auch an der Pflegeleichtigkeit des Materials. Wie robust kann ich mit Edelstahl umgehen, ohne meine weiche Spülenoberfläche zu verkratzen? Am einfachsten macht es einem da das Silgranit. Selbst Messer sind schon an seine Oberfläche geschliffen worden. Da darf auch mal der Spülschwamm zum Einsatz kommen, wenn der Schmutz zu hartnäckig anhaftet. Bei Edelstahl und Keramik sollte die Putzwut im Zaum gehalten werden, sonst verschrammt die oberste Schicht.

Informieren Sie sich ausführlich über die Pflegeeigenschaften, denn selbst die bestgewählte Spüle will geputzt werden.

 

 

 

 

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